Ein Grund für unseren Schritt in die Selbständigkeit Anfang der 1990er Jahre war der Eindruck, dass die Aufbau- und Ablauforganisation und die Infrastruktur in den klassischen Marktforschungsinstituten zu betriebswirtschaftlichen Zwängen führen, die der Möglichkeit, den Kundenbedürfnissen gerecht zu werden, viel zu enge Grenzen setzen.
Der Schritt in die Selbständigkeit und damit in eine andere Art zu arbeiten, war der Ausbruch aus der Umklammerung dieser Zwänge.
Die recht weitgehende Arbeitsteilung in der klassischen Institutsorganisation führt häufig dazu, dass nur noch wenige Mitarbeiter den Gesamtzusammenhang und das Ineinandergreifen der Arbeitsschritte sowie deren Bedeutung für die Qualität der Leistung durchschauen. Aus unserer Sicht ist es grundlegend falsch, sich bei Dienstleistungen am Beispiel industrieller Arbeitsteilung zu orientieren; diese Arbeitsteilung zwingt nämlich zur Standardisierung, zwingt zum Einsatz immer preisgünstigerer Arbeitskräfte und zwingt zum Absatz immer grösserer Stückzahlen des gleichen "Produktes". Der Trend zur Standardisierung ist kein Trend, dem sich die Institute stellen müssen; er ist ein Trend, den die Institute selbst machen! - und der ihrer Kundenorientierung enge Grenzen setzt!
Wir haben die der klassischen Organisation der Marktforschungsinstitute zugrunde liegende Arbeitsteilung weitestgehend aufgehoben; bei uns muss jeder alles können und darf sich für keine der notwendigen Arbeiten zu schade sein! So können wir unsere Prozesse optimieren und maximal den Kundenbedürfnissen anpassen. Dadurch sind wir auch in der Lage "Hilfe zur Selbsthilfe" anzubieten, d.h. wir beraten Sie und helfen Ihnen ggf. eigenes Personal auszubilden bzw. projektbezogen anzuleiten. Unsere Kunden werden vom ersten Kontakt bis zum Abschluss eines Projektes von den gleichen beiden Projektleitern betreut und diese Projektleiter führen auch alle wesentlichen Projektarbeiten aus. Für das Wachstum des Unternehmens setzt dies natürlich Grenzen, weil wir nur "horizontal" wachsen können, nicht aber durch weitere Aufteilung der Prozesse und Einsatz von Hilfskräften. Und die Arbeitskapazität der einzelnen Mitarbeiter wird so auch zu einem das Wachstum begrenzenden Faktor. Dass dies wiederum der Profitabilität Grenzen setzt, ist uns bewusst. Profitabel müssen wir natürlich sein. Aber Profitabilität immer weiter zu steigern muss nicht unser oberstes Ziel sein. Utilitas ist zu 100% im Familienbesitz - ein echtes mittelständisches, d.h. inhabergeführtes Unternehmen. Wir allein bestimmen, "wo es lang geht"!